Alles über Drohnen – das müssen Sie über Quadrocopter wissen

Es ist noch gar nicht lange her, da gehörten Luftaufnahmen ausschließlich in den professionellen Bereich. Entsprechend teuer waren die Bilder und Videos. In den letzten Jahren hat sich das grundlegend geändert. Denn Drohnen (mit Kameras) gibt es mittlerweile in vielen Größen und Varianten – und natürlich auch sehr unterschiedlichen Preisen.

Für den privaten Einsatz und den Einstieg empfehlen sich die sogenannten Quadrocopter (auch Quadrokopter). Das sind Fluggeräte mit vier Propellern. Welche Geräte gibt es, was können sie, wie gut sind die Aufnahmen – und darf man eigentlich so einfach überall losfliegen? Hier erfahren Sie es.

Der Einstieg für kleines Geld

Einfachste Mini-Quadrocopter gibt es schon für um die 20 Euro. Die sind meist kleiner als eine Hand – aber auch nur für den Einsatz in Gebäuden geeignet. Ein Luftzug draußen würde sie schnell vom Himmel holen. Eine Kamera haben sie meist auch nicht, und nach höchstens fünf Minuten ist der Akku auch leer. Diese Mini-Drohnen sind tatsächlich eher ein nettes Spielzeug, vergleichbar vielleicht mit einem ferngesteuerten Modellflugzeug.

Um die 100 Euro finden Sie schon Quadrocopter, mit denen Sie sich outdoor mit der Steuerung und den Eigenschaften von Drohnen ganz praktisch vertraut machen können – und die auch Fotos beziehungsweise Videos aufnehmen können. Allerdings sind die Aufnahmen hier fast immer schlecht aufgelöst und/oder verwackelt.

Drohnen mit Kamera: Große Auswahl vieler Hersteller

Kommen wir nun zu Geräten, mit denen gute Fotos und Videos gelingen sollten. Mittlerweile ein Klassiker für den Einstieg ist die Parrot AR Drone 2.0 Elite für etwas über 200 Euro. Die Steuerung erfolgt mit Smartphone oder Tablet-PC über eine Wi-Fi-Verbindung. Zwölf Minuten kann die Drohne maximal in der Luft bleiben, dann ist der Akku leer. Die HD-Kamera zeichnet in 720 p auf, die Bilder lassen sich in Echtzeit auf dem Smartphone oder Tablet anschauen.

Wem das nicht reicht: Hersteller wie DJI, Yuneec und Parrot bieten auch deutlich bessere Quadrocopter – und das durchaus auch im Preisbereich von 400 bis 1000 Euro. Solche Drohnen besitzen meist GPS und können deshalb zum Beispiel bei Funkabbruch selbstständig zum Startpunkt zurückfliegen oder auch vordefinierte Routen abfliegen. Einige, wie die DJI Phantom 3, haben einen 3-Achsen-Gimbal, der für besonders ruhige Bilder sorgt. Fotos sind mit deutlich über 10 Megapixel, Videoaufnahmen teilweise sogar in Ultra HD (4K) möglich.

Natürlich gibt es preislich nach oben kaum Grenzen, für den (privaten) Einstieg sollten die genannten Kategorien aber ausreichen.

Drohnen und die Paragraphen

Die Überschrift lässt es schon erahnen. Einfach losfliegen mit der Drohne geht nicht. Wenn das Fluggerät ein Gesamtgewicht von 5 Kilogramm überschreitet, brauchen Sie eine Aufstiegserlaubnis vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die gute Nachricht: Geräte für Einsteiger liegen in der Regel unter dieser Grenze. Doch auch in diesem Fall gibt es Regeln, die Sie beachten müssen:

  • Versicherung: Meist reicht die normale Haftpflichtversicherung nicht aus, Sie brauchen zwingend eine Modellflughaftpflichtversicherung.
  • Flughäfen: Von denen müssen Sie mindestens 1,5 Kilometer entfernt sein.
  • Verbote: Menschenansammlungen, Krankenhäuser, militärische Objekte, Kraftwerke und Gefängnisse dürfen Sie nicht überfliegen.
  • Sichtkontakt: Sie müssen die Drohne immer sehen können.
  • Privatsphäre: Fotos und Videos von Personen dürfen nicht ohne deren Erlaubnis gemacht werden.

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